Die acht sehr unterschiedlichen musikalischen Sätze führen durch einen weiten Bogen von Emotionen, die von Trauer bis zur ekstatischen Freude reichen. Der Zusammenhang der Sätze ergibt sich aus dem Fokus des Werkes auf die Jungfrau Maria, der ebenso kanonisch traditionell gehuldigt (Latein) wie in moderner deutscher Lyrik nachgefühlt wird.
Schwebende Lyrik, stilvoll eingebettet in Einstimmigkeit wie spröder Zweistimmigkeit nahe Arvo Pärt, treffen auf treibende Rhythmen in moderner Tonsprache. Diese pop-jazzigen Elemente verbinden sich mit zeitloser musikalischer Tradition und machen so eine breite Palette geistlicher Chormusik erleb- und erfühlbar.
Aus dem Moment schöpfende improvisierte Überleitungen ergänzen die streng komponierten Sätze und lassen eine Ahnung davon zu, was moderne, sakrale Chormusik mit starken Wurzeln in der musikalischen Überlieferung sein kann. Traditionaler Chor trifft so auf individualen Ausdruck, die beiden kongenialen Musiker Tim Collins (Vibraphon, Marimba) und Martin Gasselsberger (Klavier) verleihen der Aufführung somit spannende und teils nicht kalkulierbare Aktualität. „Möglich, dass hier eine neue Art Kirchenmusik entsteht.“ (Gottfried Holzer-Graf)
Aufführende:
Kantorei Mondsee (gemischter Chor mit 25 SängerInnen)
Marcia Sacha – Sopran
Silke Kiener – Alt
Dominik Milewski – Bariton
Martin Grasselsberger – Klavier
Tim Collins – Vibraphon, Marimbaphon
Gottfried Holzer-Graf – Gesamtleitung